Kunstausstellung Kerzen

Seit dem 18.9.2005 ist im Sonderausstellungsraum des Museum eine Ausstellung zweier regionaler Künstlerinen zu sehen. Frau Lore Michely zeigt einige neue Beispiele aus ihrem Repertoire. Frau Franziska Jäckel zeigt ihre Kerzenkreationen.
Ausstellungsende: Dez 2005

Schule

Schule im Museum

Kein alter Hut! und so manche Schulklasse lernte die beengten Verhältnisse in der Schulbank ihrer Großeltern kennen.

Der Besucher schwelgt hier in Erinnerungen an die schönen Verse, die in Jugendjahren auswendig gelernt wurden, und hier nach Jahren der Lebenserfahrung wieder neue Bedeutung bekommen.

2005 Sonderausstellung Miteinander forschen

Kelle Schwamm und Finderglück

Ausstellungsdauer: Oktober 2005 – Sommer 2007
Ausstellungskonzeption: Edith- und Eric Glansdorp, Klaus Haab
Schüler der Schule Winterbachsroth, Dudweiler
Publikation:

Der Bürgermeister Hermann Josef Schmidt lädt ein zur
Ausstellungseröffnung am Sonntag dem 16. 10.2005 um 15.00 Uhr im Heimatmuseum der Gemeinde Tholey ins “Haus am Mühlenpfad” im Ortsteil Neipel. Schirmherr: Hermann Scharf

Ab dem 16.10.2005 präsentiert das Heimatmuseum “Haus am Mühlenpfad” in Tholey-Neipel in seiner archäologischen Abteilung in Kooperation mit der Schule Winterbachsroth in Dudweiler und dem Archäologiebüro Glansdorp eine Ausstellung mit dem Titel: Miteinander forschen: Kelle, Schwamm und Finderglück

Themen sind die Erlebnisse und Ergebnisse eines von den Lehrern Haab und Greiner betreuten Schulprojektes mit geistig- und körperlich behinderten Jugendlichen der Werkstufe.
Während der Sommer 2004 und 2005 beteiligten sich die Schüler zweimal in der Woche an den verschiedenen Arbeitsprozessen der Ausgrabung im römischen Vicus Wareswald der Terrex gGmbH im Landkreis St. Wendel.
Die hierbei gemachten positiven Erfahrungen aller Beteiligten sind ebenso Bestandteil der Ausstellung wie die Dokumentation der Vorbereitung der Schüler und die von der Klasse gemachten Funde und Befunde.

Pressemitteilung 16.10.2005
Thema der der Ausstellung ist ein Projekt der Pädagogen Klaus Haab und Marie-Louise Greiner der Schule Winterbachsroth/Dudweiler in Zusammenarbeit mit dem Archäologiebüro Glansdorp/Tholey. Es ging um eine intensive Beteiligung geistigbehinderter Schüler an einer archäologischen Ausgrabung. Die Jugendlichen der Werkstufe sollten mit kleinen, an ihre Fähigkeiten angepaßten Arbeitsschritten zur Bewältigung der gemeinsamen Aufgabe beitragen.
Mit Genehmigung der Terrex gGmbH wurde das Projekt auf der Ausgrabung der römischen Kleinstadt im Wareswald zwischen Oberthal, Tholey und Marpingen realisiert. Die archäologische Betreuung der Gruppe in den laufenden Grabungen übernahm Dr. Edith Glansdorp, die die zu bewältigenden Aufgaben in kleine einfache Schritte unterteilte und so die Schüler und Pädagogen in die verschiedenen Techniken einer Ausgrabung einführen konnte. Zwei mal in der Woche besuchten die Schüler während der Grabungssaison 2004 und 2005 die Grabungen im Wareswald und dies mit großer Begeisterung und Einsatz. Der Erfolg blieb nicht aus. Die Fähigkeiten der Ausgräber wuchsen mit ihren Aufgaben und schon bald konnten spannende Funde und Gebäudestrukturen entdeckt werden und die Gruppe selbstständig ihre Aufgaben bewältigen.
Im Frühjahr 2005 entstand der Wunsch diese erfolgreiche Arbeit – die inzwischen auch von ihrer pädagogischen Seite wissenschaftlich von Nora Schmitt begleitet wurde – in einer gemischt archäologisch-pädagogischen Ausstellung einem breiterem Publikum zu präsentieren. Auch hier bewährte sich die Zusammenarbeit zwischen Archäologiebüro und Schule. Ein Ausstellungskonzept wurde erstellt, die Aufgaben verteilt und im Sommer 2005 entstanden Stück für Stück die Exponate, die schließlich noch durch einen Teil der Originalfundstücke aus der Ausgrabung bereichert werden konnte. Das Herstellen einer gemalten römischen Straßenszene oder aktiver Ausstellungselemente wie steinzeitlicher Bohrmaschinen übernahmen die Schüler der Schule Winterbachsroth. Mit Pfeil und Bogen hatten sie sich schon im Vorfeld des Projektes beschäftigt. Der fehlende Kleber zum Befestigen der Pfeilspitzen wurden in alter Herstellungstechnik aus Birkenrinde gewonnen, ein Modell eines Keltendorfes nach einer Exkursion zur Altburg in Bundenbach im Hunsrück erstellt. Das Archäologiebüro übernahm derweil die Erstellung der Infotafeln, die Auswahl der archäologischen Fundstücke und deren Präsentation.
Als ersten Ausstellungsort der als Wanderausstellung konzipierten Präsentation wurde das Heimatmuseum der Gemeinde Tholey gewählt. Hier vermittelt das seit Jahren erfahrene, ehrenamtliche Museumsteam der Interessengemeinschaft Ortsgeschichte dem Besucher die Ausstellung. Öffnungstermine und vieles mehr unter dieser Museumsseite www.neipel.de .

Rötel

Ein Besuch des ehem. Landeskonservator Prof. Dr. A. Kolling im Museum brachte die Besonderheit des Mahlsteins ans Licht, denn es handelte sich nicht, wie ursprünglich vermutet um einen schlecht gefertigten Getreidemahlstein, sodern um eine Mineralmühle.

Bei der Untersuchung der darunterliegenden Aschengrube tauchten auch einige Rötelstücke mit Arbeitsspuren in der römerzeitlichen Asche auf.

Rötel ist ein mineralischer Farbstoff, wie er in unserem Raum noch bis ins letzte Jahrhundert genutzt wurde. Auch in der Römerzeit fand er Verwendung und gemischt mit Leinöl wird er zu einem außerst wetterfestem Holzanstrich, wie Hans Heck bei einem Feldversuch mit seiner Schulklasse nachweisen konnte. Vermutlich waren in römischer Zeit einige Gebäude mit “Neipeler Rot” bemalt, vielleicht stand hier sogar ein kleiner Betrieb zur Gewinnung des Farbstoffes?

Bohnental in alten Karten

2004

Historische Karten und Urkunden, das Bohnental und insbesondere die Wüstung Hülzershausen betreffend stehen im Mittelpunkt dieser Sonderausstellung 2004.

Das Lagerbuch der Gemeinde Neipel mit Vermessung des Bannes in den Jahren 1792 – 1793
In der Zeit der Verwaltung durch Pfalz-Zweibrücken wurde der Neipeler Bann durch den Geometer Winsweiler und einem Gehilfen aufgenommen und vermessen.
Unser Lagerbuch beinhaltet die Aufteilung der Grundstücke, Wiesen und Gärten. Auch die damaligen Häuser, ihre Besitzer und Eigentümer werden namentlich benannt. Dieses Buch ist eine wertvolle Überlieferung und läßt die Herzen der Kenner höher schlagen.

 

Neipeler Brunnen

Brunneneinweihung des Ännersborrens am 14.-15. Juni 2003

Veranstalter: Gemeinde Tholey – Ortsrat Neipe
Sa. ab 19.00 Uhr Unterhaltung mit dem Mandolinenclub und dem Männerquartett Lätitia. So. 15.00 Uhr Brunneneinsegnung durch Pastor Peter Weber

In den 70er Jahren beim Straßenbau in die Kanalisation geleitetet endete die Jahrhunderte alte Geschichte des “Ännersborrens”. Im Sommer 2002 starteten die Baumaßnahmen um das Stückchen Dorfgeschichte wieder ans Tageslicht zu holen.

Das Wasser ist gefunden und kann nun dem neugestalteten Standort des als Flachbrunnen mit Handpumpe konzipierten “Ännersborren” zugeleitet werden.

Die IG Ortsgeschichte vom Heimatmuseum “Haus am Mühlenpfad” leistet Ihren Beitrag zur Brunneneinweihung mit der neuen Broschüre.

Neipel – Das Kleine Dorf im Zeichen des Wassers

mit Beiträgen zu der Geschichte der Neipeler Brunnen und allem was mit “Neipeler Wasser” zusammenhängt.

Jetzt fließen alle Brünnlein
In Neipel wurde die Wieder-Inbetriebnahme des Ännersborre gefeiert
Ein kleines Dorf im Zeichen des Wassers – Neipel feierte die Wieder-Inbetriebnahme des “Ännersborre” und die Bürger feierten kräftig mit. Schließlich hat der schmucke Ort im Bohnental damit nicht weniger als fünf Brunnen nachzuweisen und mit der neuen Anlage am “Ännersborre” ist auch ein neuer Kommunikationsplatz entstanden, auf dem zwei neue Ruhebänke zum Verweilen einladen.
Bürgermeister Hermann Josef Schmidt stellte in seiner Ansprache zur Inbetriebnahme die grundlegende Bedeutung des Elementes Wasser für das menschliche Leben heraus und betonte dabei auch die soziale Funktion, die Wasserstellen seit Alters her als Treffpunkt für Menschen ausüben. Dabei gab er der Hoffnung Ausdruck, dass mit der neuen Einrichtung in Neipel, die samt der dazugehörigen Fremdwasserentflechtungsmaßnahme der WVW über 82000 € kostete, auch hier ein Platz entstanden ist, wo man sich künftig gerne trifft. Neipels Ortsvorsteher Paul Backes gab einen Überblick über die Geschichte der Wasserversorgung in Neipel, die es jetzt, herausgegeben von der Interessengemeinschaft Ortsgeschichte Neipel, auch in gedruckter Form gibt. Dabei erwähnte Paul Backes, dass in Tholey und Umgebung schon seit der Römerzeit eine funktionierende Wasserleitung bestanden habe und man somit in den späteren Jahrhunderten an große Tradition anknüpfte. Danach erläuterte er die Geschichte des eigentlich schon Jahrhundertealten Ännersborre, den es bis in die siebziger Jahre gegeben hatte und der dann aber im Zuge von Kanalbaumaßnahmen versiegt war. Schließlich dann,Paul Backes dankte hier allen Beteiligten von Gemeinde und WVW, kam es zur Wiederbelebung des Brunnens. Allerdings aus technischen Gründen nicht mehr, wie ursprünglich beabsichtigt als Laufbrunnen, sondern als Flachbrunnen mit Pumpe.
Pastor Peter Weber segnete den Brunnen, ehe er ihn zusammen mit Bürgermeister Hermann Josef Schmidt, Alt-Bürgermeister Hans-Dieter Frisch und Ortsvorsteher Paul Backes feierlich in Betrieb nahm. Das Programm der Feier wurde weiter gestaltet mit Vorträgen von Maria Biehl und Gisela Jäckel. Darüber hinaus unterhielt das Männerquartett Laetitia Dorf-Neipel mit einigen Liedbeiträgen. (Nachrichtenblatt Tholey 25/2003 S.24)

Deichel-Leitung

Eine Wasserleitung aus Buchenholz von 1529

Bei Baumaßnahmen im Tholeyer Ortsteil Hasborn wurden bei die Reste einer hölzernen Wasserleitung freigebaggert. Freundlicherweise wurde der Interessengemeinschaft Ortsgeschichte ein Teilstück der Leitung zu Forschungs- und Ausstellungszwecken überlassen.

Eine 2003 am Rheinischen Landesmuseum Trier in Auftrag gegebene Untersuchung erbrachte eine wahrscheinliches Fällungsjahr von 1529.

Römerzeitlicher Siedlungsplatz Schweichhaus, Gem. Tholey

Zum Fundplatz „Schweichhaus“ in Tholey, Lkr. St. Wendel
Wieder einmal ist es der Aufmerksamkeit eines Tholeyer Bürgers zu verdanken, dass gerade noch rechtzeitig umfangreiche römische Siedlungsreste dokumentiert werden konnten. In einem seit den 60er Jahren existierenden Baugebiet galt es in einer Baulücke ein Einfamilienhaus zu errichten. Dort wurden vor Beginn der Erdarbeiten drei von Moos überwucherte antike Architekturteile entdeckt, die in einer Gartenlaube als Tisch umgestaltet eine neue Verwendung fanden.
Nach dem Abschieben der Humusdecke durch die neuen Grundstückseigentümer wurden umfangreiche römerzeitliche Bauschuttreste sichtbar. In Zusammenarbeit mit der saarländischen Bodendenkmalpflege konnten die im benachbarten vicus Wareswald tätigen Archäologen mit Unterstützung von rund 50 ehrenamtlichen Helfern in dreiwöchiger Arbeit den Siedlungsbefund untersuchen.
Im Bereich des geplanten Neubaus konnten zehn antike Räume beobachtet werden, die Teil eines weit umfangreicheren Gebäudes waren. Es fanden sich Räume mit Fußbodenheizung, Teile eines Badebeckens, Räume mit Lehmboden und sorgfältigen Estrichböden. Die Mauern selbst waren auf Niveau der antiken Böden nur als rosafarbene, stark mörtelhaltige, humose Verfärbung sichtbar, eine Folge des Steinraubes, der hier bereits in der spätantike erfolgt sein dürfte. Nahezu alle Mauersteine aus lokalem Sandstein wurden bis auf die Fundamentstickung aus gerundeten vulkanischen Tholeyiten rund 1,8 m unter der heutigen Oberfläche entfernt. Dabei blieben jedoch die antiken Böden im Inneren der Räume intakt.
Nördlich des Gebäudes, in einem vorgelagerten Graben entdeckte das Grabungsteam große Ziegelschuttpakete mit darüberliegenden Architekturteilen. Zusammen mit den bei der Gartenlaube entdeckten Säulenteilen ließen sich die Funde zu zwei kompletten Säulen des toskanischen Typs zusammensetzen (Abb. Säulentrommeln). Sie bestehen aus 3 Trommelteilen sowie Basis und Kapitell und wurden vermutlich in Versturzlage nur unweit ihres ursprünglichen Aufstellungsortes angetroffen. Die Säulen können im Heimatmuseum der Gemeinde Tholey besichtigt werden. (Info: www.neipel.de)

Bereits in den 80er und 90er Jahren untersuchte die saarländische Bodendenkmalpflege etwa 200 m nördlich der aktuellen Grabung einen Teilbereich einer umfangreichen, mehrphasigen Tempelanlage, wo außergewöhnlich reiche Funde entdeckt wurden. (Abb. Goldring,)
Der gesamte Fundkomplex „Schweichhaus“ ist jedoch nur ein Teil des antiken Siedlungsschwerpunktes im zentralen Saarland. Zu Füßen des weithin sichtbaren Aussichtsturmes auf dem Schaumberg, lag rund 400m östlich der „Schweichhaus“ unter der bereits 634 n.Chr. urkundlich erwähnten Kirche der heutigen Benediktinerabtei Tholey’s eine großzügige römische Badeanlage. Weitere 4 km nach Osten auf der alten römischen Handelsstraße Metz-Mainz, liegt unweit des Kreuzungspunktes mit der antiken Straße Trier-Straßburg der vicus „Wareswald“ (vgl. AID 3, 2002, S.53, AID 3, 2003, S.44-45), wo zur Zeit unter der Regie der Terrex gGmbH archäologische und touristische Interessen im täglichen Event „Die Ausgrabung zum Mitmachen“ verknüpft werden. (Infos: www.wareswald.de).
E. Glansdorp

Infomitteilung an die Zeitschrift Archäologie in Deutschland => gedruckt im Heft 5/2003

Abbildung 1: Tholey „Schweichhaus“. Die Steinsäulen in Fundlage am 2.8.2002. Links im Bild das Kapitell, hinten die Basis und davor liegend 3 Säulentrommeln. (Foto: Glansdorp)
Abbildung 2: Tholey „Schweichhaus“. Zwei bronzene Spielwürfel der Grabung 2002. Sie wurden in einer Ascheschicht in einem Feuerungsraum entdeckt. (Foto: Glansdorp)
Abbildung 3: Tholey „Schweichhaus“. Goldring mit Gemme, den Kriegsgott Mars darstellend, der Grabungen im Tempelbereich von 1987. (Foto: Morche

2003 Sonderausstellung. Die Säulen von Tholey

Ausstellungsdauer: Sommer 2003
Ausstellungskonzeption: Edith- und Eric Glansdorp
Publikation:

Am 31.7.2002 wurden bei baubegleitenden archäologischen Untersuchungen der staatlichen Bodendenkmalpflege des Saarlandes in der Schweichhauserstr. 22
in Tholey umfangreiche römerzeitliche Gebäudereste entdeckt.
Darunter befanden sich auch 2 vollständig erhaltene rund 3 m hohe Steinsäulen. Diese von der Saarbrücker Altertümersammung ausgeliehenen und von ehrenamtlichen Helfern des Museum mit ausgegrabenen Steindenkmäler kann ihr Museumsteam vom “Haus am Mühlenpfad” nun fachgerecht dem interessierten Publikum präsentieren.

Mitte oben: Töpferstempel auf einem Terra sigillata Becher.
Rechts oben: 2 bronzene Spielwürfel
Links unten: fachmännische Klärung der Befundsituation trotz des Zeitdrucks der Notgrabung durch zahlreiche ehrenamtliche Helfer.

-> Beitrag Schweichhausen in Publikationen

Seit Mai 2004 zeigt die Interessengemeinschaft Ortsgeschichte Neipel die Ergebnisse einer Ausgrabung, die im Sommer 2002 im Auftrag der Denkmalpflege in Zusammenarbeit mit der Terrex gGmbH unter der Leitung von E. Glansdorp realisiert wurde. Umfangreiche römerzeitliche Gebäudestrukturen und außergewöhnliche Funde werden ansprechend präsentiert und Zusammenhänge fachkundig dargestellt.