Achat

Eine Auswahl an Achaten und Jaspis aus Neipel und den umliegenden Ortschaften aus der Privatsammlung J. Straß zeigen wir momentan in unserer geologischen “Ecke”. Hier erfahren Sie etwas über die Entstehung der Achate, der Nutzungsgeschichte des Halbedelsteines und allerlei Geschichten und Anekdoten, die sich um diese farbenfrohen Steine ranken.

Mühlen-Geschichte

Mühlen in Neipel
Zwei Mühlen wurden vom Wasser des Talbaches angetrieben.

„Item fall end uns sechs Gänß von dem Wassergang zu der Mühlen zu Neupel und gibt der Müller zu Weihnachten ferner Weisung fünf Shilling.” (BA Trier)
Mit diesem Abgabenbeleg aus dem Jahre 1357 ist bewiesen, daß damals schon eine Mühle in Neipel existierte.
Wann diese Mühle erbaut wurde und wer sie erbaut hat, ist nicht bekannt. Bei dieser Mühle handelt es sich um die obere Neipeler Mühle, später Theles Mühle genannt. Der letzte Mühlstein aus dieser Mühle mit einem Gewicht von ca. 750 kg ist im Museum ausgestellt.

Die untere Neipeler Mühle, früher Trauten Mühle, später Thiesen Mühle genannt, wurde von Johann Draut, (auch Traut geschrieben) erbaut.
Johann Traut stammte aus der oberen Neipeler Mühle. Am 17. November 1698 erhielt er von der Abtei Tholey die „Vergünstigung in Neipel eine Mahlmühle zu erbauen. Die Abtei macht zur Bedingung, daß er die Mühle auf seine eigenen Kosten errichten müsse, sie in einen guten Stand bringen müsse mit allem was zu einer Mühle gehört und daß jährlich zwei Königs- oder Speziesthaler entrichtet werden müssen, angefangen an Martini 1699, ganz gleich ob die Mühle errichtet sei oder nicht.
In diesem Akt heißt es weiter: „Begeb sich auch: da Gott vor sei: daß diese Mühle durch Krieg oder andere Weiße verbrennt, ruiniert oder durch der Beständt undt der ihrigen nachlässigkeit Verwahrlost würde, daß sie in abgang käme, so sollen sie selbige auf ihre Kosten, ohne unsres Gottes Hauses zu tun reparieren und wieder in eine guten Stand bringen”.
Obwohl Johann Draut die Mühle auf eigene Kosten errichtete, konnte er sie nicht ohne Einwilligung der Abtei verkaufen.

Grundherr der Neipeler Mühlen war die Abtei Tholey. Sie bestimmte wann und wo eine Mühle gebaut werden konnte. Die Neipeler Mühlen waren keine Bannmühlen.

Der letzte Müller in der oberen Mühle starb am 27.01.1933. Sein Schwiegersohn, mahlte nur noch nebenberuflich. Besonders während und nach dem letzten Krieg konnte er noch vielen Menschen helfen.
Der letzte Müller in der unteren Mühle war Matthias Jäckel. Diese Mühle war bis 1962 in Betrieb. Dann endete eine über 600-jährige Mühlengeschichte in Neipel.
P. Backes (1998)

Museums-Schlafzimmer

Ein Bett zum Wohlfühlen – doch nur für kleine Leute – bei einer Bettlänge von 1,80 m.
In diesem Raum mit einem vollständigen Schlafzimmerensemble aus der Zeit um 1880 erläutert Ihnen Gundina Backes die Tracht unserer Heimat im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert.
Vom Zylinder bis zum Leinenschlafrock. Von der Gardeuniform bis hin zu der prakischen Unterwäsche der Vorkriegszeit.

Museumsküche

Der Wohnbereich – ein Platz für viele Dinge, die vielerorts vorhanden waren, jedoch zumeist – ersetzt durch Modernes, “Besseres”, den Weg zum Sperrmüll schon lange gefunden haben. Ein Heim für all jene Dinge, die man gerne noch einmal dem Enkelkind zeigen und die passende Geschichte erzählen will. – Im Übrigen: Wissen Sie wann das Dorf Neipel elektrischen Strom oder fließendes Wasser bekam? Lassen Sie sich überraschen!

Gekocht wurde hier leider noch nie. Doch so manches schmackhafte Rezept wurde hier schon ausgetauscht. Die Geschichte der Küchengerätschaften wird hier fachkundig von Johanna Schneider (+) mit den Besuchern erörtert.

Seit dem 2.10.2005 hat die Museumsküche ein neues Schmuckstück. Einen rund 100 Jahre alten gusseisernen Küchenherd