Lachen

Ausstellung “Das Lachen”
ab 17.02.2013 15:00Uhr bis Juni 2013

Lachen ist eine Verhaltensweise, die jeden von uns jeden Tag wie selbstverständlich begleitet. Aber lachen alle Menschen gleich? Können Tiere auch lachen? Worin unterscheiden sich Lachen und Sprechen? Kann man Lachen von Weinen auseinanderhalten?
Solche und andere Fragen werden in dieser Sonderausstellung bildlich, aber auch akustisch illustriert. Verantwortlich für die Exponate ist Dr. Jürgen Trouvain vom Institut für Phonetik an der Universität des Saarlandes. Die Ausstellungsgestaltung erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Archäologiebüro Glansdorp und dem Museumsteam.

Schicht im Schacht

Ausstellung “Schicht im Schacht” ab 9.9.2012 bis Nov. 2013

Ausgehend von einer umfangreichen Schenkung der Barbara Bruderschaft Scheuern an die Museumsbetreiber in Neipel entschlossen diese sich, zum Ende des Steinkohlebergbaus im Saarland 2012, eine Ausstellung rund um das Thema Bergbau und Bergarbeiter aus dem Bohnental zu gestalten. Die RAG, das Saarländische Bergbaumuseum in Bexbach und private Leihgeber ergänzten den Museumsfundus für die Ausstellung. Diese entstand unter der thematischen Leitung von Günter Stras mit dem Museumsteam und wurde vom ArchaeologieServiceSaar.de gestaltet. Die Interessengemeinschaft Ortsgeschichte Neipel freut sich auf ihren Besuch.

Ritsch Ratsch Klick

Fotoapparate

Die Ausstellung wurde vom 15.1.2006 bis zum 15.4.2006 von der Interessengemeinschaft Ortsgeschichte präsentiert. Dies wurde jedoch nur ermöglicht durch die zahlreiche Unterstützung durch Amateurfotografen der Region, die durch ihre zahlreichen Leihgaben und Schenkungen bis zum letzten Öffnungstermin den Grundstock des Museums zum Thema Foto und Film stark vergrößerten und man schon bald eine neue, größere Ausstellung zu diesem Thema anvisieren kann.
Allen die die Ausstellung unterstützten ein herzliches Dankeschön vom Museumsteam.

Spinnstube

Spinnen und Weben

2006

Donatus Rosport (+) verdankt das Heimatmuseum Neipel die außergewöhnliche Sammlung an originalen Spinnrädern der letzten 500 Jahre.
Und nicht selten können Sie es erleben, dass er selbst die alten Spinntechniken wie links am Einhandspinnrad vorführt.

Ein Webstuhl, zur Verfügung gestellt und vorgeführt von Rita Speicher.

Die Ausstellung wird vom 23.4.2006 bis voraussichtlich 23.7.2006 von der Interessengemeinschaft Ortsgeschichte präsentiert.

Kunstausstellung Kerzen

Seit dem 18.9.2005 ist im Sonderausstellungsraum des Museum eine Ausstellung zweier regionaler Künstlerinen zu sehen. Frau Lore Michely zeigt einige neue Beispiele aus ihrem Repertoire. Frau Franziska Jäckel zeigt ihre Kerzenkreationen.
Ausstellungsende: Dez 2005

Schule

Schule im Museum

Kein alter Hut! und so manche Schulklasse lernte die beengten Verhältnisse in der Schulbank ihrer Großeltern kennen.

Der Besucher schwelgt hier in Erinnerungen an die schönen Verse, die in Jugendjahren auswendig gelernt wurden, und hier nach Jahren der Lebenserfahrung wieder neue Bedeutung bekommen.

Bohnental in alten Karten

2004

Historische Karten und Urkunden, das Bohnental und insbesondere die Wüstung Hülzershausen betreffend stehen im Mittelpunkt dieser Sonderausstellung 2004.

Das Lagerbuch der Gemeinde Neipel mit Vermessung des Bannes in den Jahren 1792 – 1793
In der Zeit der Verwaltung durch Pfalz-Zweibrücken wurde der Neipeler Bann durch den Geometer Winsweiler und einem Gehilfen aufgenommen und vermessen.
Unser Lagerbuch beinhaltet die Aufteilung der Grundstücke, Wiesen und Gärten. Auch die damaligen Häuser, ihre Besitzer und Eigentümer werden namentlich benannt. Dieses Buch ist eine wertvolle Überlieferung und läßt die Herzen der Kenner höher schlagen.

 

Deichel-Leitung

Eine Wasserleitung aus Buchenholz von 1529

Bei Baumaßnahmen im Tholeyer Ortsteil Hasborn wurden bei die Reste einer hölzernen Wasserleitung freigebaggert. Freundlicherweise wurde der Interessengemeinschaft Ortsgeschichte ein Teilstück der Leitung zu Forschungs- und Ausstellungszwecken überlassen.

Eine 2003 am Rheinischen Landesmuseum Trier in Auftrag gegebene Untersuchung erbrachte eine wahrscheinliches Fällungsjahr von 1529.

Feuerwehrgeschichte

Internationaler Museumstag am 20.5,2001 – Schwerpunktthema Feuerwehr

Im Mittelpunkt standen Vorführungen der freiwilligen Feuerwehr Löschbezirk Scheuern an historischen Löschfahrzeugen die eigens für diesen Tag wieder Instand gesetzt und aktiviert wurden. Gefilmt von einem Fernsehteam von “Fahr mal hin” kamen Jung und Alt beim Löschen auf ihre Kosten.

Die Interessengemeinschaft Ortsgeschichte Neipel lädt zum Museumstag am Sonntag, 20. Mai, zu einer zusätzlichen Attraktion im Heimatmuseum in Neipel ein. Unter dem Motto „Historischer Brandschutz“ bietet der Verein eine Reihe historischer Besonderheiten an. Tragbare Spritzen, handgezogene Pumpen, wie auch eine mit dem Gespann zu transportierende Wagenpumpe werden von aktiven Feuerwehrleuten präsentiert und vorgeführt. Auch historische Uniformen und Kleinzubehör zählen zur Aufrüstung. Um den Unterschied zur heutigen Brandschutzbekämpfung zu demonstrieren, wird auch ein modernes Feuerwehrfahrzeug vor Ort sein.

Mit Muskelkraft, die Geschichte angezapft.
(Saarbrücker Zeitung WND, 22. Mai 2001)

Alte Feuerwehrspritzen waren die Attraktion in Neipel – Zum Tag des Museums Tore geöffnet
Neipel (nat). Das machte den Feuerwehrmännern in Neipel so richtig Spaße Bei schönstem Sonnenschein mit einer 140 Jahre alten Handpumpe Wasser spritzen. Drei alte Feuerwehrpumpen. hat die Gemeinde Tholey dem Neipeler Heimatmuseum“Haus am Mühlenpfad“ geschenkt. Und diese wurden erstmals anlässlich des internationalen Tags des Museums der Öffentlichkeit wieder vorgeführt. Nicht nur für die aktiven Feuerwehrleute, nein auch für alle Zuschauer und vor allem für die Kinder war es ein Vergnügen. Denn diese Geräte müssen mit der Hand bedient werden, von zwei oder mehreren Männern angepumpt – wenn das nicht in die Oberarme geht. 100 Jahre alt ist der große Spritzwagen, der 1900 noch der damaligen „Stadt Tholey“ gehörte.

Er fasste immerhin schon 650 Liter Wasser, während sein Vorgängermodell, das runde 140 Jahre auf dem Buckel hat, nur zirka 350 Liter fassen konnte. Einfüllen mussten die Brandschützer das Wasser mit kleinen Eimern. Anstatt Feuerlöschern gab es damals in jedem Haus einen Ledereimer mit Wasser, der für den Brandfall bereitstehen musste. Doch was nützte es? „1870 verbrannten in Neipel elf Häuser. Das war praktisch das halbe Dorf“, erzählt Ortsvorsteher Paul Backes, gleichzeitig der Vorsitzende der ;,Interessengemeinschaft Ortsgeschichte“. Feuerwehrhelme aus.den verschiedensten Ländern sowie Modellautos ergänzen den neuesten Ausstellungsteil des Museums in Neipel. Wer sich bei einer Tasse Kaffee und einem traditionellen Stück Kuchen von der „Spritztour“ erholt hatte, konnte sich im Museumsinneren von den ehrenamtlichen Heimatforschern erklären lassen, wozu dieses oder jenes seltsame Werkzeug früher gebraucht wurde.

Adelheid Junker, Lehrerin, beherrscht noch heute das, Spinnen und zeigt (e bis zum Jahr 2000), wie es von der Pflanze zum Bettüberzug kommt. Gundina Backes, -Hausfrau, zeigt mit Stolz die gut bestückten Schränke des Schlafzimmers und der „gudd Stubb“. Auch ein komplettes Büro mit Karteikastenschrank ist aufgebaut. „Hier Ist noch ein Geheimfach“, verrät sie und zieht einen unsichtbaren Schub aus dem Schrank. Auch erklärt sie die alte Mangel, ein neuer Museumserwerb, und gibt gerne professionelle Tipps für das Wäscheglätten und – bügeln. „Aber die heutigen, kleinen Mangeln kommen an diese alten, Holzmangeln qualitativ nicht heran“, schwört Backes.

Edith Jäckel und Eric Glansdorp, Studenten der Vor- und Frühgeschichte, verdankt das „Haus am Mühlenpfad‘ die Wechselausstellungen zur Geologie und Archäologie. Seit Januar stehen dort mittelalterliche Fundstücke im Mittelpunkte Plakate erklären,‘ wo die einzelnen Teile gefunden wurden: Burg Dagstuhl sowie die Burgen in Limbach und in Schmelz-Bettingen sind mittelalterliche chen Ursprungs. „Wir haben das Mittelalter schon etwas weiter gefasst, nämlich von 500 bis 1500 etwa“, erklärt Jäckel, die zur Zeit in Vor- und Frühgeschichte promoviert. Und weiter sagt sie: „Alle Ausstellungsstücke sind Leihgaben – von Heimatforschern und Heimatmuseen – und sie stammen aus der Gemeinde Tholey, aus Schmelz und auch aus der Stadt Wadern!“

Besonderer Anlass dieser mittelalterliehen Ausstellung ist dass vor kurzem eine Goldmünze aus dieser Epoche gefunden, wurde. Andere Kleinode wie Ofenkacheln, Hufeisen, Broschen und Nadeln zeigen Details des Alltags in einer der dunkelsten Perioden der menschlichen Geschichte. Ein besonderes Kleinod ist der Kopf einer Heiligenfigur aus Schmelz-Goldbach. „Hier haben wir Scherben aus verschiedenen Wüstungen‘, führt Jäckel die Besucher durch ihre Vitrinensammlung. Wüstungen sind Orte, von denen bekannt ist, dass dort früher einmal Siedlungen waren. „Wir wollen mit den Ausstellungen das Interesse und Bewusstsein der Bevölkerung für Fundstellen wecken. Die Leute sollen nicht einfach alles wegwerfen, was sie finden, sondern ein Auge für Besonderes und,Altes entwickeln‘, hofft die Forscherin. Das hoffen auch die anderen Ehrenamtlichen der Interessengemeinschaft Ortsgeschichte und öffnen nach wie vor alle vierzehn Tage sonntags ihr Museum für die Öffentlichkeit. Für Schulklassen oder, andere Gruppen gibt es Führungen nach Vereinbarung, auch über spezielleThemen.

Wasser marsch Richtig nass wurde es beim Tag des Museums in Neipel. Dort zeigte die Feuerwehr, wie in längst vergangenen Zeiten mit Muskelkraft Wasser in den Löschschlauch gepumpt werden musste. Praktischer Geschichtsunterricht, der zudem noch großen Spaß machte. Kreisweit waren am Sonntag Museen geöffnet.

Mühlen-Geschichte

Mühlen in Neipel
Zwei Mühlen wurden vom Wasser des Talbaches angetrieben.

„Item fall end uns sechs Gänß von dem Wassergang zu der Mühlen zu Neupel und gibt der Müller zu Weihnachten ferner Weisung fünf Shilling.“ (BA Trier)
Mit diesem Abgabenbeleg aus dem Jahre 1357 ist bewiesen, daß damals schon eine Mühle in Neipel existierte.
Wann diese Mühle erbaut wurde und wer sie erbaut hat, ist nicht bekannt. Bei dieser Mühle handelt es sich um die obere Neipeler Mühle, später Theles Mühle genannt. Der letzte Mühlstein aus dieser Mühle mit einem Gewicht von ca. 750 kg ist im Museum ausgestellt.

Die untere Neipeler Mühle, früher Trauten Mühle, später Thiesen Mühle genannt, wurde von Johann Draut, (auch Traut geschrieben) erbaut.
Johann Traut stammte aus der oberen Neipeler Mühle. Am 17. November 1698 erhielt er von der Abtei Tholey die „Vergünstigung in Neipel eine Mahlmühle zu erbauen. Die Abtei macht zur Bedingung, daß er die Mühle auf seine eigenen Kosten errichten müsse, sie in einen guten Stand bringen müsse mit allem was zu einer Mühle gehört und daß jährlich zwei Königs- oder Speziesthaler entrichtet werden müssen, angefangen an Martini 1699, ganz gleich ob die Mühle errichtet sei oder nicht.
In diesem Akt heißt es weiter: „Begeb sich auch: da Gott vor sei: daß diese Mühle durch Krieg oder andere Weiße verbrennt, ruiniert oder durch der Beständt undt der ihrigen nachlässigkeit Verwahrlost würde, daß sie in abgang käme, so sollen sie selbige auf ihre Kosten, ohne unsres Gottes Hauses zu tun reparieren und wieder in eine guten Stand bringen“.
Obwohl Johann Draut die Mühle auf eigene Kosten errichtete, konnte er sie nicht ohne Einwilligung der Abtei verkaufen.

Grundherr der Neipeler Mühlen war die Abtei Tholey. Sie bestimmte wann und wo eine Mühle gebaut werden konnte. Die Neipeler Mühlen waren keine Bannmühlen.

Der letzte Müller in der oberen Mühle starb am 27.01.1933. Sein Schwiegersohn, mahlte nur noch nebenberuflich. Besonders während und nach dem letzten Krieg konnte er noch vielen Menschen helfen.
Der letzte Müller in der unteren Mühle war Matthias Jäckel. Diese Mühle war bis 1962 in Betrieb. Dann endete eine über 600-jährige Mühlengeschichte in Neipel.
P. Backes (1998)