Ausstellung und Gesang 2000

Malerei Lore Michely

Gesang Claudia Weinsberg

Das Heimatmuseum im Haus am Mühlenpfad in Neipel platzte aus allen Nähten, als dort am vergangenen Freitag die Veranstaltung “Malerei und Gesang” stattfand. Fast 100 Besucher waren gekommen, um die Vorstellung von Hannelore Michely und Claudia Weinsberg zu erleben. Die beiden Neipeler Bürgerinnen demonstrierten ihr kreatives Können bei dieser Veranstaltung, die im Rahmen der Reihe “Frauen aus Tholey stellen sich vor” die die Gemeinde in Zusammenarbeit mit der Frauenbeauftragten organisierte. Frauenbeauftragte Maria Kasper eröffnete im ersten Teil die Ausstellung von Hannelore Michely Unter dem Motto “Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte” nach einem Zitat von Antoine de Saint -Exupe’ry zeigt sie mehr als 40 Ölbilder, die die Summe ihrer künstlerischen Entwicklung in den letzten 8 Jahren darstellen. “Hannelore Michely stellt zum ersten Mal aus” berichtete Maria Kasper und begrüßte den Mut, die gelungenen Arbeiten zu zeigen. Mit kräftigen Pinselstrichen hat die Neipeler Hobbykünstlerin Landschaften und Stilleben festgehalten, die in ihrer künstlerischen Konzeption stimmig sind und nicht nur die Gegenstände und Ansichten abbilden. Das Museum bildet einen idealen Rahmen für diese Ausstellung urteilten die vielen interessierten Besucher, zu denen auch Bürgermeister Hans-Dieter Frisch und Ortsvorsteher Paul Backes gehörten.

Nachrichtenblatt Tholey Ausgabe 14/2000

Neipeler Hobbykünstler sorgten für volles Haus

Das Heimatmuseum im Haus am Mühlenpfad in Neipel platzte aus allen Nähten, als dort am vergangenen Freitag die Veranstaltung “Malerei und Gesang” stattfand. Fast 100 Besucher waren gekommen, um die Vorstellung von Hannelore Michely und Claudia Weinsberg zu erleben. Die beiden Neipeler Bürgerinnen demonstrierten ihr kreatives Können bei dieser Veranstaltung, die im Rahmen der Reihe “Frauen aus Tholey stellen sich vor” die die Gemeinde in Zusammenarbeit mit der Frauenbeauftragten organisierte. Frauenbeauftragte Maria Kasper eröffnete im ersten Teil die Ausstellung von Hannelore Michely Unter dem Motto “Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte” nach einem Zitat von Antoine de Saint -Exupe’ry zeigt sie mehr als 40 Ölbilder, die die Summe ihrer künstlerischen Entwicklung in den letzten 8 Jahren darstellen. “Hannelore Michely stellt zum ersten Mal aus” berichtete Maria Kasper und begrüßte den Mut, die gelungenen Arbeiten zu zeigen. Mit kräftigen Pinselstrichen hat die Neipeler Hobbykünstlerin Landschaften und Stilleben festgehalten, die in ihrer künstlerischen Konzeption stimmig sind und nicht nur die Gegenstände und Ansichten abbilden. Das Museum bildet einen idealen Rahmen für diese Ausstellung urteilten die vielen interessierten Besucher, zu denen auch Bürgermeister Hans-Dieter Frisch und Ortsvorsteher Paul Backes gehörten.

Den zweiten Teil bestritt Claudia Weinsberg, die mit dem Spektrum der ausgewählten Stücke die Vielseitigkeit und Ausdrucksstärke ihrer Stimme unter Beweis stellte. Sie begann mit ruhigen, leisen Liedern von Bach und Mozart. Viel Beifall bekam sie auch für ihre Interpretation des Vilja-Liedes aus der “Lustigen Witwe” von Franz Lehar und endete im “My Way” von Frank Sinatra. Claudia Weinsberg singt bereits seit ihren Kinderjahren und ist Mitglied in mehreren Chören. Ortsvorsteher Paul Backes dankte der Gemeinde Tholey für die gelungene Veranstaltung. und lud die Gäste zu einem Rundgang durch das Museum ein, was auch rege genutzt wurde.

Die Ausstellung von Hannelore Michely ist bis zum 1. Mai sonntags von 15 bis 18 Uhr im Museum im Haus am Mühlenpfad zu sehen.

Feuerwehrgeschichte

Internationaler Museumstag am 20.5,2001 – Schwerpunktthema Feuerwehr

Im Mittelpunkt standen Vorführungen der freiwilligen Feuerwehr Löschbezirk Scheuern an historischen Löschfahrzeugen die eigens für diesen Tag wieder Instand gesetzt und aktiviert wurden. Gefilmt von einem Fernsehteam von “Fahr mal hin” kamen Jung und Alt beim Löschen auf ihre Kosten.

Die Interessengemeinschaft Ortsgeschichte Neipel lädt zum Museumstag am Sonntag, 20. Mai, zu einer zusätzlichen Attraktion im Heimatmuseum in Neipel ein. Unter dem Motto “Historischer Brandschutz” bietet der Verein eine Reihe historischer Besonderheiten an. Tragbare Spritzen, handgezogene Pumpen, wie auch eine mit dem Gespann zu transportierende Wagenpumpe werden von aktiven Feuerwehrleuten präsentiert und vorgeführt. Auch historische Uniformen und Kleinzubehör zählen zur Aufrüstung. Um den Unterschied zur heutigen Brandschutzbekämpfung zu demonstrieren, wird auch ein modernes Feuerwehrfahrzeug vor Ort sein.

Mit Muskelkraft, die Geschichte angezapft.
(Saarbrücker Zeitung WND, 22. Mai 2001)

Alte Feuerwehrspritzen waren die Attraktion in Neipel – Zum Tag des Museums Tore geöffnet
Neipel (nat). Das machte den Feuerwehrmännern in Neipel so richtig Spaße Bei schönstem Sonnenschein mit einer 140 Jahre alten Handpumpe Wasser spritzen. Drei alte Feuerwehrpumpen. hat die Gemeinde Tholey dem Neipeler Heimatmuseum”Haus am Mühlenpfad” geschenkt. Und diese wurden erstmals anlässlich des internationalen Tags des Museums der Öffentlichkeit wieder vorgeführt. Nicht nur für die aktiven Feuerwehrleute, nein auch für alle Zuschauer und vor allem für die Kinder war es ein Vergnügen. Denn diese Geräte müssen mit der Hand bedient werden, von zwei oder mehreren Männern angepumpt – wenn das nicht in die Oberarme geht. 100 Jahre alt ist der große Spritzwagen, der 1900 noch der damaligen “Stadt Tholey” gehörte.

Er fasste immerhin schon 650 Liter Wasser, während sein Vorgängermodell, das runde 140 Jahre auf dem Buckel hat, nur zirka 350 Liter fassen konnte. Einfüllen mussten die Brandschützer das Wasser mit kleinen Eimern. Anstatt Feuerlöschern gab es damals in jedem Haus einen Ledereimer mit Wasser, der für den Brandfall bereitstehen musste. Doch was nützte es? “1870 verbrannten in Neipel elf Häuser. Das war praktisch das halbe Dorf”, erzählt Ortsvorsteher Paul Backes, gleichzeitig der Vorsitzende der ;,Interessengemeinschaft Ortsgeschichte”. Feuerwehrhelme aus.den verschiedensten Ländern sowie Modellautos ergänzen den neuesten Ausstellungsteil des Museums in Neipel. Wer sich bei einer Tasse Kaffee und einem traditionellen Stück Kuchen von der “Spritztour” erholt hatte, konnte sich im Museumsinneren von den ehrenamtlichen Heimatforschern erklären lassen, wozu dieses oder jenes seltsame Werkzeug früher gebraucht wurde.

Adelheid Junker, Lehrerin, beherrscht noch heute das, Spinnen und zeigt (e bis zum Jahr 2000), wie es von der Pflanze zum Bettüberzug kommt. Gundina Backes, -Hausfrau, zeigt mit Stolz die gut bestückten Schränke des Schlafzimmers und der “gudd Stubb”. Auch ein komplettes Büro mit Karteikastenschrank ist aufgebaut. “Hier Ist noch ein Geheimfach”, verrät sie und zieht einen unsichtbaren Schub aus dem Schrank. Auch erklärt sie die alte Mangel, ein neuer Museumserwerb, und gibt gerne professionelle Tipps für das Wäscheglätten und – bügeln. “Aber die heutigen, kleinen Mangeln kommen an diese alten, Holzmangeln qualitativ nicht heran”, schwört Backes.

Edith Jäckel und Eric Glansdorp, Studenten der Vor- und Frühgeschichte, verdankt das “Haus am Mühlenpfad’ die Wechselausstellungen zur Geologie und Archäologie. Seit Januar stehen dort mittelalterliche Fundstücke im Mittelpunkte Plakate erklären,’ wo die einzelnen Teile gefunden wurden: Burg Dagstuhl sowie die Burgen in Limbach und in Schmelz-Bettingen sind mittelalterliche chen Ursprungs. “Wir haben das Mittelalter schon etwas weiter gefasst, nämlich von 500 bis 1500 etwa”, erklärt Jäckel, die zur Zeit in Vor- und Frühgeschichte promoviert. Und weiter sagt sie: “Alle Ausstellungsstücke sind Leihgaben – von Heimatforschern und Heimatmuseen – und sie stammen aus der Gemeinde Tholey, aus Schmelz und auch aus der Stadt Wadern!”

Besonderer Anlass dieser mittelalterliehen Ausstellung ist dass vor kurzem eine Goldmünze aus dieser Epoche gefunden, wurde. Andere Kleinode wie Ofenkacheln, Hufeisen, Broschen und Nadeln zeigen Details des Alltags in einer der dunkelsten Perioden der menschlichen Geschichte. Ein besonderes Kleinod ist der Kopf einer Heiligenfigur aus Schmelz-Goldbach. “Hier haben wir Scherben aus verschiedenen Wüstungen’, führt Jäckel die Besucher durch ihre Vitrinensammlung. Wüstungen sind Orte, von denen bekannt ist, dass dort früher einmal Siedlungen waren. “Wir wollen mit den Ausstellungen das Interesse und Bewusstsein der Bevölkerung für Fundstellen wecken. Die Leute sollen nicht einfach alles wegwerfen, was sie finden, sondern ein Auge für Besonderes und,Altes entwickeln’, hofft die Forscherin. Das hoffen auch die anderen Ehrenamtlichen der Interessengemeinschaft Ortsgeschichte und öffnen nach wie vor alle vierzehn Tage sonntags ihr Museum für die Öffentlichkeit. Für Schulklassen oder, andere Gruppen gibt es Führungen nach Vereinbarung, auch über spezielleThemen.

Wasser marsch Richtig nass wurde es beim Tag des Museums in Neipel. Dort zeigte die Feuerwehr, wie in längst vergangenen Zeiten mit Muskelkraft Wasser in den Löschschlauch gepumpt werden musste. Praktischer Geschichtsunterricht, der zudem noch großen Spaß machte. Kreisweit waren am Sonntag Museen geöffnet.

Mühlen-Geschichte

Mühlen in Neipel
Zwei Mühlen wurden vom Wasser des Talbaches angetrieben.

„Item fall end uns sechs Gänß von dem Wassergang zu der Mühlen zu Neupel und gibt der Müller zu Weihnachten ferner Weisung fünf Shilling.” (BA Trier)
Mit diesem Abgabenbeleg aus dem Jahre 1357 ist bewiesen, daß damals schon eine Mühle in Neipel existierte.
Wann diese Mühle erbaut wurde und wer sie erbaut hat, ist nicht bekannt. Bei dieser Mühle handelt es sich um die obere Neipeler Mühle, später Theles Mühle genannt. Der letzte Mühlstein aus dieser Mühle mit einem Gewicht von ca. 750 kg ist im Museum ausgestellt.

Die untere Neipeler Mühle, früher Trauten Mühle, später Thiesen Mühle genannt, wurde von Johann Draut, (auch Traut geschrieben) erbaut.
Johann Traut stammte aus der oberen Neipeler Mühle. Am 17. November 1698 erhielt er von der Abtei Tholey die „Vergünstigung in Neipel eine Mahlmühle zu erbauen. Die Abtei macht zur Bedingung, daß er die Mühle auf seine eigenen Kosten errichten müsse, sie in einen guten Stand bringen müsse mit allem was zu einer Mühle gehört und daß jährlich zwei Königs- oder Speziesthaler entrichtet werden müssen, angefangen an Martini 1699, ganz gleich ob die Mühle errichtet sei oder nicht.
In diesem Akt heißt es weiter: „Begeb sich auch: da Gott vor sei: daß diese Mühle durch Krieg oder andere Weiße verbrennt, ruiniert oder durch der Beständt undt der ihrigen nachlässigkeit Verwahrlost würde, daß sie in abgang käme, so sollen sie selbige auf ihre Kosten, ohne unsres Gottes Hauses zu tun reparieren und wieder in eine guten Stand bringen”.
Obwohl Johann Draut die Mühle auf eigene Kosten errichtete, konnte er sie nicht ohne Einwilligung der Abtei verkaufen.

Grundherr der Neipeler Mühlen war die Abtei Tholey. Sie bestimmte wann und wo eine Mühle gebaut werden konnte. Die Neipeler Mühlen waren keine Bannmühlen.

Der letzte Müller in der oberen Mühle starb am 27.01.1933. Sein Schwiegersohn, mahlte nur noch nebenberuflich. Besonders während und nach dem letzten Krieg konnte er noch vielen Menschen helfen.
Der letzte Müller in der unteren Mühle war Matthias Jäckel. Diese Mühle war bis 1962 in Betrieb. Dann endete eine über 600-jährige Mühlengeschichte in Neipel.
P. Backes (1998)

Geschichte des Museumsgebäudes

Die Geschichte des “Hauses am Mühlenpfad

dokumentierte eine kleine Ausstellung von Herbst 1997- Winter 1998.
Die Geschichte des Gasthauses Scherer, heute ,,Haus am Mühlenpfad”, hat sich dem Dorfe und der Region angepasst entwickelt. Neben Wohnen, sollte dieses Haus einen landwirtschaftlichen Betrieb, und eine Gastwirtschaft aufnehmen. So wurde es im Jahre 1842 geplant und verwirklicht.

Die Erbauer wußten was sie wollten, konnten aber nicht ahnen, daß ihr Konzept für mehrere Generationen Gültigkeit haben sollte. Ihr Werk wurde von Generation zu Generation weitergegeben und beherbergte ausgehend von:
a) Michel Endres und Anna Maria Groß
b) Michel Scherer und Barbara Endres
c) Michel Scherer jun. und Maria Schäfer
(zweite Ehe) Katharina Trapp
d) Alois Scherer und Rosa Johann
vier Generationen. Alle vier Generationen nützten das Haus gemäß den 3 Säulen: ,,Wohnen, Landwirtschaft und Gastronomie”.
Im Jahre 1994 wurde dieses Haus von der Gemeinde Tholey erworben und in ein Dorfgemeinschaftshaus mit Heimatmuseum umgerüstet. Die Bürger und Vereine des Ortes werden auch weiterhin hier beheimatet sein, wogegen der landwirtschaftliche Bereich in einen musealen, geschichtlichen Bereich umgewandelt ist.

Die Träger dieser Baumaßnahme waren:
Die Gemeinde Tholey, die Regierung des Saarlandes und die Europäische Union. Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf ca. 2,3. Mio. DM brutto. Von dieser Summe haben die EU und die Landesregierung insgesamt 917.100 DM übernommen. Mehr als 3000 Arbeitsstunden wurden als Eigenleistung von den Bürgern des Ortes erbracht, die in der vorgenannten Summe nicht aufgenommen sind.
Am 10.10.1997 wurde dieses Haus seiner neuen Bestimmung übergeben und erhielt den Namen ,,Haus am Mühlenpfad” Kulturtreff und Heimatmuseum.
Die Ausstattung des Heimatmuseums wurde von der Interessengemeinschaft Ortsgeschichte Neipel arrangiert, die das Heimatmuseum auch pflegen und betreiben wird.
Der Minister für Umwelt, Energie und Verkehr, Professor Willy Leonhardt, der anläßlich der Einweihung des Hauses in Neipel weilte sagte bei seinem Abschied:
„Ich werde in Saarbrücken berichten, dass diese Investition gut angelegt ist“.
Ein Besuch im ,,Haus am Mühlenpfad” in Neipel wird ihnen Aufschluß über die Gegebenheiten des Hauses und seiner Einrichtungen geben.
Paul Backes

1997 – Nach dem Umbau
Das Heimatmuseum Neipel
2010

SZ Okt. 1997

Haus am Mühlenpfad

Ein Schmuckstück für die gesamte Region
Finanzielle EU-Unterstützung für das 2,3 Millionen-Projekt im Bohnental

Neipel Oh). Das ehemalige Gasthaus Scherer in Neipel erstrahlt in neuem Glanz. Nach Jahren der Planung, Aufnahme ins EU-Programin zur Förderung der Entwicklung des ländlichen Raumes” und drei Jahren Bauzeit ist das “Haus am Mühlenpfad” zu einem Schmuckstück für Neipel, die Gemeinde Tholey und die gesamte Region geworden. Es ist kürzlich als Kulturtreff und Heimatmuseum seiner Bestimmung übergeben worden. Bürgermeister Hans Dieter Frisch würdigte dabei besonders die finanzielle Ünterstützung des 2,3 Millionen-Projektes durch das Land und die EU – zusammen in der Größenordnung von annähernd einer Million Mark.

Anerkennung für die gelungene Planung und Ausführung der Maßnahme wurde dem Architekturbüro Manfred Seibert zuteil, eingeschlossen die Neipeler Dorfbevölkerung, die über 8000 Arbeitsstunden Eigenleistung investierte.

Dank und Respekt zollte Bürgermeister Frisch auch den früheren Besitzern des Hauses, der Familie Scherer, die durch ihr Entgegenkommen die Umsetzung dieses Projektes erst ermöglicht haben. “Wir können heute mit Stolz auf ein Haus blicken, das mit guter Ausstattung und Funktionalität zu einer Begegnungsstätte für die Mitbürger werden wird”, schloß der Bürgermeister.

Minister Willy Leonhardt betonte, daß Häuser dieser Art ein besonderes Qualitätsmerkmal für den ländlichen Raum darstellen und Aufgaben erfüllen, die zur Pflege und Entwicklung sozialer Strukturen unbedingt notwendig sind. Unter diesem Aspekt gratulierte der Minister dem Bürgermeister und seinen Räten für die frühzeitige und zielorientierte Umsetzung der Entwicklung in den Ortsteilen der Gemeinde.

Am kommenden Wochenende nutzt der Theaterverein Laetitia die neuen Räumlichkeiten erstmals für Theater-Aufführungen. Durch den Umbau des ehemaligen Gasthauses Scherer, das vorher die Spielstätte des Vereines war, wurde die 40jährige Theatertradition in Neipel jäh unterbrochen. Drei Jahre lang Abstinenz für Spielerinnen, Spieler und Theaterfreunde mußten überstanden werden. Jetzt stehen die Mitglieder der Laetitia voll im Probenfieber, um im “Haus am Mühlenpfad” endlich wieder ein Stück in Szene setzen zu können. Die Zuschauer dürfen gespannt sein. Zur Saisoneröffnung wird die Komodie Der Finderlohn” von Horst Weinmann dargeboten.

Feste Öffnungszeiten für das Heimatmuseum sind noch nicht geplant Ortsvorsteher Paul Backes betonte jedoch, daß die Interessengemeinschaft Ortsgeschichte Neipel bemüht sein wird, das Haus allen interessierten Personen -,zugänglich zu machen. In jedem Fall empfiehlt sich für Besucher und Gruppen eine Kontaktaufnahme mit Ortsvorsteher her Paul Backes Tel.:

Nikolaus Groß – Ausstellung

SZ  11.11.1998
Pastor, Heimatforscher, Archäologe

Die Ausstellung in Losheim am See erinnert an Leben und Werk von Pfarrer Nikolaus Groß

Die Ausstellung “Den Ahnen auf der Spur” im Saalbau spiegelt in Wort und Bild das vielfältige Schaffen des Seelsorgers wider.

Den Ahnen auf der Spur” heißt eine Ausstellung des Vereins für Heimatkunde in Gemeinde Losheim am See e. V., die zum 21. November im Saalbau Losheim sehen ist. Sie ist dem ehemaligen Losheimer Pastor Nikolaus Groß (1938 bis 1968) gewidmet und erinnert an die drei Jahrzehnte seines Wirkens in der Pfarrei Peter und Paul Losheim. In Zusammenarbeit mit der Interessengemeinschaft Ortsgeschichte Neipel wurde die Ausstellung vorbereitet und war bereits vor einigen Wochen in Neipel, dem Geburtsort von Pastor Groß, zu sehen.

,Einen großen Losheimer” nannte der 1.Vorsitzende des Vereins für Heimatkunde, Hubert Schommer, Pastor Groß. “Er hat ganze Losheimer Generationen geprägt und kräftige Spuren hinterlassen”, sagte Pastor Peters, und für die Beigeordnete Monika Barbknecht ist die Ausstellung “ein weiterer Mosaiksstein in der Arbeit des rührigen Heimatvereins”. Ortsvorsteher Paul Backes schilderte in einem Mundartgedicht die Heimkehr des Pastors in sein Dorf und Elternhaus, wo er Kraft in schweren Zeiten suchte. Die musikalische und gesangliche Programmgestaltung hatten der Musikverein und der katholische Kirchenchor Losheim übernommen.

Den Festvortrag hielt Bürgermeister a.D. Raimund Jakobs,. der die einzelnen Stationen des Lebens und Wirkens von Pastor Nikolaus Groß als Seelsorger, Heimatforscher und Archäologe aufzeigte. Am Neujahrstag 1938 wurde Groß in seiner neuen Pfarrei St. Peter und Paul Losheim eingeführt, zu der damals noch die Filialen Mitlosheim und Niederlosheim gehörten. Bei Ausbruch des zweiten Weltkrieges verhinderte er durch sein persönliches Auftreten und Verhandlungsgeschick zusammen mit dem Kommandeur der 79. Infanteriedivision Generalmajor Karl Strecker, die Evakuierung Losheims. Aber die schweren Jahre standen ihm und den Pfarrangehörigen noch bevor. Es waren die letzten Kriegsmonate von Dezember 1944 bis März 1945, wo Losheim durch seine strategische Lage an der Saarfront Ziel vieler Jagbomberangriffe war und ab Februar 1945 unter ständigem Artilleriebeschuß lag. In dieser schweren Zeit stand Pastor Groß den Verzweifelten und Sterbenden bei, spendete Trost hielt in den Stollen und sonstigen Fluchtunterkünften Messen und unter Einsatz seines Lebens bestattete er die Toten.

Nach Kriegsende war, sein ganzes Streben, die in den letzten Kriegstagen durch Granaten bis auf die Außenmauern und Teile des Turms zerstörte Kirche wieder aufzubauen. Beim Ausschachten wurden wertvolle archäologische Funde unter der Kirche entdeckt und konservatorisch gesichert. 1949 im November wurde die neue Hallenkriche eingeweiht, und 1953/1954 folgte der Bau des Turmes. Nach und nach wurden auch neue Glocken angeschafft. Unter seiner Leitung wurde auch die Filialkirche Mitlosheim erweitert und renoviert.

Seine Leidenschaft war die Archäologie. Die Funde unter der Kirche bewogen ihn, sie auch durch Ausgrabungen intensiv zu betreiben. In den Flurteilen Harscheid und im Großwald legte er mit freiwilligen Helfern in den sechziger Jahren etliche Grabstätten und Siedlungsspuren aus der Kelten- und Römerzeit frei. Bei der Feier seines Silberjubiläums als Pastor von Losheim wurde Nikolaus Groß zum Ehrenbürger ernannt. Mit seiner Verabschiedung in den Ruhestand erhielt er nicht zuletzt auch wegen seiner wissenschaftlichen Leistung aus der Hand des damaligen saarländischen Ministerpräsidenten Dr. Franz Josef Röder das Bundesverdienstkreuz am Bande.

In Fachkreisen war er über die Landesgrenze hinaus bekannt. Über seine Forschungsarbeiten hat der Amateurarchäologe Groß Buch geführt und mehrere Schriften verfaßt. Bei all diesem Engagement vergaß der Pastor das Priesteramt nicht. Er mobilisierte immer neue Kräfte, und durch sein geistliches Wirken und seine umgängliche Art schlug er immer neue Brücken zwischen den Menschen. Dieser große Losheimer Seelsorger fand seine letzte Ruhestätte in der Taufkapelle der Pfarrkirche, sein Wunsch ihn dort zu beerdigen, wurde ihm erfüllt.

Als langjähriger Nachbar im Altersruhesitz Hausbach hat Ludwig Schmal Pastor Groß in guter Erinnerung. Obwohl er seinen Altersitz in unmittelbarer Nähe seiner ehemaligen Pfarrei hatte, kostete ihn die Trennung von seinen ehemaligen Pfarrangehörigen viel Überwindung. Im Laufe der Jahre habe er ihn als guten Nachbarn und väterlichen Freund schätzen gelernt.

Edith Jäckel und Eric Glansdorp, Schmelz, beide Doktoranten an der Uni Saarbrücken, studieren Vor-und Frühgeschichte, Geographie und klassische Archäologie, bereiteten mit weiteren Helfen die Ausstellung vor. Edith Jäckel macht Vorschläge, wie man sich bei Bodenfunde verhalten soll, und Eric Glansdorp gab einige Erläuterungen zu der Ausstellung von Pastor Groß. Sie berichtet in Wort und Bild von dem vielfältigen Schaffen des Seelsorgers als Priester, Heimatforscher un Archäologe. Für die älteren Menschen, die Pastor Nikolaus Groß noch persönlich gekannt haben, sicherlich von Interesse.

  • Öffnungszeiten an Sonntagen von 14 bis 18 Uhr, an Werktagen nach Vereinbarung
    Tel. (0 68 72)9 10 41. GOTTFRIED SELZER

Nikolaus Groß – Ausstellung

Hochwald Rundschau Okt. 1998
Den Ahnen auf der Spur

Eine Ausstellung in Neipel befaßt sich mit Pastor Nikolaus Groß

hwr. Neipel. Am 10. und 11. Oktober wartet die Interessensgemeinschaft Ortsgeschichte Neipel mit, einer besonderen Ausstellung auf anläßlich des ersten Geburtstages des “Hauses am Mühlenpfad” in Neipel. Die Ausstellung beinhaltet den Lebensweg und das Wirken von Pastor Nikolaus Groß, der am 10. März 1893 in der Neipeler Mühle geboren ist.

,Ich bin ein Zigeuner Gottes, viel umhergekommen in jungen Jahren, aus meiner Heimat in Bohnental aufs Gymnasium nach St. Wendel, aufs Seminar nach Trier, zu einer Sanitätskompanie nach Saarbrücken, bis ich meine Studien abschloß und 1920 meine Weihe empfing. 18 Jahre hatte ich Kaplan und Pfarrstellen in der Eifel, aber nun ist mir Losheim längst zur neuen und auch liebsten Heimat geworden…aus der Rede von Pastor Groß bei Erhalt der Losheimer Ehrenbürgerschaft.

Die Ausstellung gliedert sich in den Ihemen: Nikolaus Groß und seine Familie, Nikolaus Groß Menschenfreund, Nikolaus Groß Priester, Nikolaus Groß Archäologe, Nikolaus Groß Ehrenbürger von Losheim, Nikolaus Groß Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bunde. Die Ausstellung wird in Zusammenarbeit mit dem Heimat und Verkehrsverein von Losheim arrangiert, wo Pastor Groß 30 Jahr als Priester tätig war. Sie wird in das Heimatmuseum Neipel integriert und findet so einen würdigen Rahmen.

Auch Teile des Heimatmuseums werden umgestaltet und stellen so eine Bereicherung des Ganzen dar. Die Ausstellung, wird am Samstag, 10. Oktober, um 14 Uhr eröffnet und ist dann bis 18 Uhr für alle Gäste begehbar. ‘Arrt Sonntag, 11. Oktober, ist* von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Öffnungszeiten sind am Sonntag, 18. Oktober, und am Sonntag, 25. Oktober’ jeweils von 14 bis 17 Uhr vorgesehen; Gruppen je nach Vereinbarung,Tel.06888 5912. 

Die Interessengemeinschaft Ortsgeschichte Neipel setzt mit dieser Ausstellung ein weiteres Zeichen ihrer Aktivitäten und hofft, auch zukünftig präsent zu sein. Alle Freunde der Kultur- und Heimatpflege sind zu dieser Ausstellung eingeladen.

Hochwald Rundschau 2.4.1998
Losheimer Delegation war beeindruckt
Heimatverein besuchte Nikolaus-Groß-Ausstellung

zg. Neipel. Eine Losheimer Delegation des Heimatvereins unter Leitung des Vorsitzenden Hubert Schommer hat das Heimatmuseum Neipel besucht. Ortsvorsteher Backes und Mitglieder des dortigen Heimatvereins begrüßten die Losheimer Heimatforscher und führten sie mit viel Sachverstand durch ihr Museum.

Das Heimatmuseum ist in einem ehemaligen Bauernhaus mit Gaststätte untergebracht. Neben einer Ausstellung, die sich auf einen römischen Grabfund auf Neipeler Bann bezieht, und eine Leihgabe des Landeskonservatoramts Saarbrücken ist, sind im ehemaligen Stall- und Scheunen-Bereich landwirtschaftliche Geräte und Maschinen untergebracht. Von besonderem Interesse ist ein Sauerkrautbottich (“Kappesbitt”), der aus einem Sandsteinblock herausgehauen ist.

Ein Teil der landwirtschaftlichen Ausstellungsgegenstände bezieht sich auf die Entwicklung der Imkerei. Im Wohnbereich sind einige Räume historisch rekonstruiert eingerichtet:, die Küche, Eß-, Wohn- und Schlafzimmer sowie ein Büro’. Ein Teil des Gebäudes im oberen Stockwerk wird für kulturelle Veranstaltungen genutzt, im unteren Stockwerk ist eine Gaststätte mit einem Clubraum untergebracht. Die Losheimer Delegation war von der Konzeption des Heimatmuseums sehr beeindruckt, zumal das Museum nur von freiwilligen
Helfern eingerichtet wurde und betreut wird.

Zu Beginn der Führung durch das Museum ging Ortsvorsteher Backes auf die Geschichte des Ortes Neipel ein. Neipel gehörte zur Abtei Tholey und zu dessen Schirmvogtei, dem Amt Schaumburg, das bis 1787 lothringisch war, von 1787 bis 1792 zu Pfalz-Zweibrücken gehörte, dann ab 1792 unter französischer Herrschaft bis zum Ende der napoleonischen Ära stand. Edel- und Halbedelsteinfunde, die auf Neipeler Gebiet gemacht wurden, mußten zu einem großen Anteil an Lothringen abgegeben werden.

Glanzdorp, Student der Vor- und Frühgeschichte, hatte im Raum Neipel Ausgrabungen
durchgeführt. Er referierte über die römischen Ausgrabungen. in Neipel anhand der ausgestellten Leihgaben des Landeskonservatoramtes Saarbrücken. Es handelte, sich dabei um Funde aus einer Brandbestattung. Beim Pflügen wurden Scherben entdeckt. Historisch -interessierte Freiwillige gingen den Funden nach, gruben unter Anleitung von Mitarbeitern des Landeskonservatoramtes und entdecken eine Brandbestattung aus römischer Zeit.
Neipel ist der,Geburtsort von Pfarrer Nikolaus Groß, der von 1939 bis 1968 Pfarrer von Losheim war. 1963 wurde er wegen seiner Verdienste um die Archäologie und Heimatkunde zum Ehrenbürger der Gemeinde Losheim ernannt und erhielt für seine
Verdienste 1968 bei seinem Abschied in den Ruhestand das Bundesverdienstkreuz von Ministerpräsident Dr. Franz Josef Röder überreicht.
Wie der Ortsvorsteher betonte, ist es ein Anliegen, eine Ausstellung über Nikolaus Groß in Neipel zu machen , die das Leben und Wirken des Pfarrers, Archäologen und Heimatforschers zum Inhalt haben soll.

Der Verein für Heimatkunde in der Gemeinde Losheim am See sieht in dieser Ausstellung einen wertvollen Beitrag, den Losheimer Ehrenbürger Nikolaus Groß für seine Verdienste zu würdigen genau 60 Jahre nach seinem Amtsantritt als Pfarrer von Losheim am 1. Januar 1938. Es ist daran gedacht, dem verdienten Archäologen und Heimatforscher in diesem Jahr auch seine Ausstellung in Losheim zu widmen.

Nikolaus Groß

SZ 7.10.1998
Erinnerungen 

Neipel (red). Zum ersten Jahrestag der Eröffnung des Museums “Haus am Mühlenpfad” hat die Interessengemeinschaft Ortsgeschichte eine besondere Ausstellung organisiert. Am Samstag und Sonntag 10. und 11. Oktober, werden Lebensweg und Wirken von Pastor Nikolaus Groß gezeigt. Der Priester und Archäologe wurde am 10. März 1893 in der Neipeler Mühle geboren und war 30 Jahre als Priester in Losheim tätig. Geöffnet ist samstags von 14 bis 18 Uhr und sonntags von zehn bis 18 Uhr.