Museums-Schlafzimmer

Ein Bett zum Wohlfühlen – doch nur für kleine Leute – bei einer Bettlänge von 1,80 m.
In diesem Raum mit einem vollständigen Schlafzimmerensemble aus der Zeit um 1880 erläutert Ihnen Gundina Backes die Tracht unserer Heimat im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert.
Vom Zylinder bis zum Leinenschlafrock. Von der Gardeuniform bis hin zu der prakischen Unterwäsche der Vorkriegszeit.

Museumsküche

Der Wohnbereich – ein Platz für viele Dinge, die vielerorts vorhanden waren, jedoch zumeist – ersetzt durch Modernes, “Besseres”, den Weg zum Sperrmüll schon lange gefunden haben. Ein Heim für all jene Dinge, die man gerne noch einmal dem Enkelkind zeigen und die passende Geschichte erzählen will. – Im Übrigen: Wissen Sie wann das Dorf Neipel elektrischen Strom oder fließendes Wasser bekam? Lassen Sie sich überraschen!

Gekocht wurde hier leider noch nie. Doch so manches schmackhafte Rezept wurde hier schon ausgetauscht. Die Geschichte der Küchengerätschaften wird hier fachkundig von Johanna Schneider (+) mit den Besuchern erörtert.

Seit dem 2.10.2005 hat die Museumsküche ein neues Schmuckstück. Einen rund 100 Jahre alten gusseisernen Küchenherd

Haus am Mühlenpfad 1997

SZ Okt. 1997

Haus am Mühlenpfad

Ein Schmuckstück für die gesamte Region
Finanzielle EU-Unterstützung für das 2,3 Millionen-Projekt im Bohnental

Neipel Oh). Das ehemalige Gasthaus Scherer in Neipel erstrahlt in neuem Glanz. Nach Jahren der Planung, Aufnahme ins EU-Programin zur Förderung der Entwicklung des ländlichen Raumes” und drei Jahren Bauzeit ist das “Haus am Mühlenpfad” zu einem Schmuckstück für Neipel, die Gemeinde Tholey und die gesamte Region geworden. Es ist kürzlich als Kulturtreff und Heimatmuseum seiner Bestimmung übergeben worden. Bürgermeister Hans Dieter Frisch würdigte dabei besonders die finanzielle Ünterstützung des 2,3 Millionen-Projektes durch das Land und die EU – zusammen in der Größenordnung von annähernd einer Million Mark.

Anerkennung für die gelungene Planung und Ausführung der Maßnahme wurde dem Architekturbüro Manfred Seibert zuteil, eingeschlossen die Neipeler Dorfbevölkerung, die über 8000 Arbeitsstunden Eigenleistung investierte.

Dank und Respekt zollte Bürgermeister Frisch auch den früheren Besitzern des Hauses, der Familie Scherer, die durch ihr Entgegenkommen die Umsetzung dieses Projektes erst ermöglicht haben. “Wir können heute mit Stolz auf ein Haus blicken, das mit guter Ausstattung und Funktionalität zu einer Begegnungsstätte für die Mitbürger werden wird”, schloß der Bürgermeister.

Minister Willy Leonhardt betonte, daß Häuser dieser Art ein besonderes Qualitätsmerkmal für den ländlichen Raum darstellen und Aufgaben erfüllen, die zur Pflege und Entwicklung sozialer Strukturen unbedingt notwendig sind. Unter diesem Aspekt gratulierte der Minister dem Bürgermeister und seinen Räten für die frühzeitige und zielorientierte Umsetzung der Entwicklung in den Ortsteilen der Gemeinde.

Am kommenden Wochenende nutzt der Theaterverein Laetitia die neuen Räumlichk eiten erstmals für Theater-Aufführungen. Durch den Umbau des ehemaligen Gasthauses Scherer, das vorher die Spielstätte des Vereines war, wurde die 40jährige Theatertradition in Neipel jäh unterbrochen. Drei Jahre lang Abstinenz für Spielerinnen, Spieler und Theaterfreunde mußten überstanden werden. Jetzt stehen die Mitglieder der Laetitia voll im Probenfieber, um im “Haus am Mühlenpfad” endlich wieder ein Stück in Szene setzen zu können. Die Zuschauer dürfen gespannt sein. Zur Saisoneröffnung wird die Komodie Der Finderlohn” von Horst Weinmann dargeboten.

Feste Offnungszeiten für das Heimatmuseum sind noch nicht geplant Ortsvorsteher Paul Backes betonte jedoch, daß die Interessengemeinschaft Ortsgeschichte Neipel bemüht sein wird, das Haus allen interessierten Personen -,zugänglich zu machen. In jedem Fall empfiehlt sich für Besucher und Gruppen eine Kontaktaufnahme mit Ortsvorsteher her Paul Backes Tel.: